25.3.2026

Rückblick auf das Seminar "Altersarbeit"

Hannelore Hafner und Annerös Zwahlen

Ein Bericht von Nani WirthLeben mit der Individualpsychologie (IP)‍Sie gewährt uns Einblick in ein reiches und farbiges Leben mit der IP. Wir erfahren viele Geschichten und Einzelheiten der Individualpsychologie in der chweiz. Eine spannende Lektüre für alle, die einmal mit der SGIPA, AAI oder der IP in Berührung gekommen sind.‍‍ ‍‍

Ein Bericht von Hannelore Hafner und Annerös Zwahlen

Rückblick Seminar Altersarbeit

Der Bericht reflektiert die Entwicklung und Geschichte eines Weiterbildungsprogramms für Altersarbeit, das auf der Verbindung von Individualpsychologie nach Alfred Adler und Gerontologie basiert, mit Fokus auf praktische Anwendungen und gesellschaftliche Relevanz in der Schweiz. ​

Hintergrund und Idee

  • In den 1980er Jahren entstand die Idee, die Individualpsychologie und Gerontologie zu verknüpfen, um ältere Menschen im Alltag psychologisch zu begleiten. ​
  • Die Individualpsychologie von Alfred Adler ist eine positive, gemeinschaftsfördernde Psychologie, die den Menschen als soziale, verantwortliche Einheit versteht.
  • Die Gerontologie beschäftigt sich mit Fragen des Alterns, Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen. ​
  • Die Verbindung beider Disziplinen sollte in der Praxis nutzbringend integriert werden.

Entwicklung des Seminars für Altersarbeit

  • Das erste Seminar startete 1987 am Alfred Adler Institut Zürich, mit großem Interesse und begrenzten Plätzen.
  • Ziel war die Vermittlung von Fachwissen in Individualpsychologie und Gerontologie, verbunden mit praktischer Anwendung für Mitarbeitende in Institutionen, Beratung, Pflege.
  • Organisation erfolgte durch das AAI, mit niedrigen Seminarkosten, meist selbst gezahlt. ​
  • Es folgten weitere Seminare, teilweise mit erweiterten Ausbildungsangeboten wie dem Lehrgang für Altersberatung (LAB) und zusätzlichen Standorten in Basel und Balzers.
  • Supervisionen und Teamarbeit wurden zur Qualitätssicherung eingeführt, um Differenzen zu klären und Weiterentwicklung zu fördern.
  • Mit zunehmender Professionalisierung wurde eine Zertifizierung angestrebt, was zu einer Erweiterung des Curriculums und einer EDUQUA-Zertifizierung führte. ​

Herausforderungen und Weiterentwicklung

  • Die steigende Komplexität und der Arbeitsaufwand führten zu mehr Personalbedarf und Überstunden. ​
  • 2007 wurde das 20-jährige Bestehen gefeiert, während die Konkurrenz durch andere Bildungsangebote wuchs.
  • 2008/2009 erfolgte die Verselbstständigung des Seminars in den Verein Generationen und Alter, mit erweiterten Zielgruppen und intergenerativen Ansätzen.
  • Eine Weiterentwicklung im Stufensystem wurde geplant, mit Basis-, Vertiefungs- und Ausbaujahren, sowie neuen Titeln wie Gerontologische Fachfrau/-mann. ​
  • Trotz Erfolg des Individualpsychologischen Angebots blieb die Umsetzung der neuen Bildungsziele und Kooperationen schwierig, auch durch externe Faktoren wie die Konkurrenz und die wirtschaftliche Lage.

Rückblick und Fazit

  • Das Programm wurde als bedeutendes, erfolgreiches Bildungsangebot im Bereich der Individualpsychologie und Altersarbeit gewürdigt.
  • Es besteht eine lebendige Erinnerung an die Zeit der Fortbildungen, die bis heute Einfluss haben.
  • Die Entwicklung zeigt die Herausforderungen bei Professionalisierung, Zertifizierung und gesellschaftlicher Akzeptanz im Bereich der Erwachsenenbildung für ältere Menschen.

  

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