17.3.2026

Podcast Face to Face – Kontrollbedürfnis

Isabelle Sproll-Imhasly, Laura Messina und Jeannette Papadopoulos

Kontrollbedürfnis - Wenn man das Gefühl hat das ganze Leben kontrollieren zu müssen. In dieser Folge sprechen die drei individualpsychologischen Beraterinnen Laura, Jeannette und Isabelle über das Thema «Kontrollbedürfnis – wenn man das Gefühl hat, alles kontrollieren zu müssen». Es geht darum zu verstehen, woher dieses starke Bedürfnis nach Kontrolle kommt, welche inneren Überzeugungen dahinterstehen und wie es gelingen kann, wieder ins Vertrauen in sich selbst und ins Leben zu finden. Anhand eines Praxisbeispiels werden mögliche Ursachen aufgezeigt und konkrete Impulse mitgegeben, wie ein entspannterer Umgang mit Unsicherheit entwickelt werden kann.

Face to Face ist der Psychologie Podcast für mehr Leichtigkeit im Alltag

In dieser Folge sprechen die drei individualpsychologischen Beraterinnen Laura, Jeannette und Isabelle über das spannende Thema «Kontrollbedürfnis und seine Wirkung».

Kontrollbedürfnis – Wenn man das Gefühl hat das ganze Leben kontrollieren zu müssen

Hast du oft das Gefühl, alles kontrollieren zu müssen? Und du kannst dich nicht gut hingeben und dich entspannen? Warum ist das so? Und was kann man dagegen machen?

Viele Menschen kennen das Gefühl, nicht loslassen zu können. Die Gedanken kreisen ununterbrochen: «Wie soll ich mich verhalten?» «Was denken die anderen über mich?» «Bin ich gut genug?» «Was passiert, wenn ich einen Fehler mache?»

 

Dieses innere Kontrollprogramm führt häufig zu ständiger Anspannung, innerem Druck und Erschöpfung. Wer glaubt, alles im Griff haben zu müssen, lebt in einem dauerhaften Alarmzustand. Das Leben wird als unsicher oder sogar gefährlich erlebt, und Kontrolle scheint der einzige Weg zu sein, um sich zu schützen.

   

Aus individualpsychologischer Sicht lohnt sich der Blick auf den Lebensstil – also auf die frühen Schlussfolgerungen, die wir in den ersten Lebensjahren über uns selbst, die anderen und die Welt gezogen haben. Wenn jemand zum Beispiel die Überzeugung entwickelt hat: «Die anderen wollen mir Böses» oder «Wenn ich Fehler mache, werde ich verlassen», dann entsteht daraus logisch das Bedürfnis, alles genau zu kontrollieren.

Wie Veränderung möglich wird

Ein zentraler Schritt besteht darin, die eigenen inneren Muster zu erkennen und zu verstehen, wozu man sie entwickelt hat. Erst wenn bewusst wird, welche Überzeugungen das Kontrollverhalten aufrechterhalten, kann es hinterfragt und schrittweise verändert werden. Durch neue Erfahrungen und das bewusste Erleben von Selbstwirksamkeit kann das innere Weltbild korrigiert werden. Vertrauen entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch die Erfahrung: «Ich bin selbstwirksam. Ich darf vertrauen. Ich kann mit dem Leben umgehen.» In der Folge wird zudem eine praktische Übung vorgestellt, die dabei unterstützt, den Fokus bewusst auf Vertrauen zu lenken und neue innere Erfahrungen zu ermöglichen.

  

IndividualpsychologischeBeratung finden

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Gastgeberinnen

Laura Messina, individualpsychologische Beraterin AFI in eigener Praxisin Geroldswil, mit den Themen berufliche Neuorientierung, Berufung undPersönlichkeitsentwicklung.Jeanette Papadopoulos, individualpsychologische Beraterin AAI in eigenerPraxis in Jona mit dem Fachbereich Erziehung.Isabelle Sproll-Imhasly, Individualpsychologische Beraterin AFI ineigener Praxis in Interlaken mit den Themen Paare, Singles und Veränderung.

Dieser Podcast wird durch die Schweizerische Gesellschaft für Individualpsychologie nach Alfred Adler (SGIPA) ermöglicht.

 


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